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Sonntag, 10. April 2011

Hakån Nesser - Kim Novak badete nie im See von Genezareth

Eine Mischung aus Jugenderinnerung und Krimi, in Schweden an einem See. Der Erzähler erinnert sich an einen Sommer den er mit älterem Bruder und einem Freund in der Hütte am See verbrachte. Die üblichen Rituale und Probleme des Erwachsenwerdens werden behandelt. Und dann die erste Liebe (?) oder eher Begehren nach einer Lehrerin, die dann auch dieFreundin des älteren Bruders wurde. Und schließlich der Mord am ihrem Freund. Wer der Mörder war ist eigentlich nicht die wichtige Frage, sondern was aus den Protagonisten dadurch wird. Sehr schön erzählt, auch wenn ich normalerweise keine pubertierenden Jungen mag.

Samstag, 9. April 2011

Malinda Lo - Huntress

Eine Art Prequel zu Ash, wieder in der selbenWelt mit Kontakt zu den Fairy und jungen lesbischen Protagonistinnen. Und wieder so leicht und selbstverständlich geschrieben, daß man das Selbstbewußtsein der Autorin spürt. Hier gibt es nicht das rechtfertigen oder trotzen was sonst in lesbischen Geschichten so unreif wirkt. Die Geschichte ist eine klassische Fantasy Story mit einer Suche und Reise um das Land zu retten und dabei sich selbst zu finden und erwachsen zu werden. Nicht sehr neu, aber sehr liebevoll erzählt und mit lauter sympathischen Charakteren. Ich würde gerne mal ein längeres Buch in dieser Welt lesen, ob die Autorin auch komplexere Geschichten erzählen kann? Aber trotz (oder wegen) der Einfachheit wunderschön und schnell zu lesen.

Val McDermid - Fever of the Bone

Spannender englischer Krimi, gebraucht gekauft ohne die Aurorin zu kennen. Eine Polizistin und ihr Team (natürlich die Elite mit lauter interessanten Individuen und selbstbewussten Frauen) ermitteln gegen den Mörder von Teenagern der sich über das Internet an die Opfer ranmacht. Am Ende dann eine Überraschung. Zusätzlich ist noch der Profiler des Teams mit beruflichen und privaten Problemen vertreten. Insgesamt etwas viel privates, aber noch nicht verzettelt.

Dienstag, 18. Januar 2011

Minette Walters: The Chameleon's Shadow

Von I. geliehen, wieder innerhalb von 2 Tagen gelesen. Etwas merkwürdige Protagonisten, ein verletzter Soldat aus dem Irak, ein Psychiater in der Klinik, eine lesbische Bodybuilding-Ärztin in London mit hübscher Pubbesitzer-Freundin, ein diabetischer-Koma-Teenager und schließlich die Ex-Verlobte-Uma-Thurman-Kopie mit Prostitutions-, Drogen und Aggressionsproblemen. Dazu noch viel psychologisieren - dominante überprotektive Mütter die die kleinen Jungs für immer verkorksen. Ich weiß nicht ob der Ex-Soldat Frauen hast, oder die Autorin: Schmeichelhaft sind die Portraits nicht und es wimmelt nur so von Soziopathinnen. Aber auch schon ihr erstes Buch, daß ich von ihr gelesen habe hatte einige merkwürdige Frauen und Angewohnheiten (The Scold's Bridle). Als Unterhaltung so zwischendurch ganz in Ordnung, aber sie wird wohl keine Lieblingsautorin von mir werden.

Sonntag, 16. Januar 2011

Elizabeth George: Im Angesicht des Feindes

An zwei Tagen mal wieder richtig am Stück durchgelesen - vor und nach meinem letzten Nachtdienst in Aurich. Aus der Inspector Lynley Serie, 1996. Es fängt aber mit den Eltern des ersten Opfers an, die nicht zusammen sind und deren politische Opposition (Mitglied der Tori Regierung gegen Labour Chefredakteur) ein Hauptpfeiler der Geschichte darstellt. Es geht viel um politische Manöver, Wiederwahlen und was die Politik aus Menschen machen kann bzw. was für Menschen überhaupt in diePolitik gehen. Die ersten Ermittlungen bei der kindesentführung übernehmen St.James, Deborah und Helen, erst nach einem Mord wird Scotland Yard informiert. Lynley rennt etwas konfus durch die Ermittlungen in London und steht etwas im Hintergrund im Vergleich zu den anderen Büchern die ich bisjetzt gelesen habe. Parallel ermittelt Barbara Havers in Wiltshire und muß sich dort gegen Vorurteile der anderen und ihre eigenen über sich selbst durchsetzten. Gerade als sie erstmals seit Jahren (Jahrzehnten?) eine sexuelle Anziehung und Spannung erlebt, muß sie feststellen, daß er doch nicht der Richtige, sondern der Mörder ist. 
Insgesamt gut erzählt, für meinen Geschmack etwas zu viel Politik und Pseudopsychologie, aber ausgeglichen. Die Figuren werden etwas, aber nicht zu dramatisch weiterentwickelt. Und schön lang...